Beispiele aus der Gemeindearbeit in Tischardt 2001-2007
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Leitbild der Kirchengemeinde
Tischardt
Pressewirkungen von Aktionen 1999-2000, bei denen ich mitgearbeitet
habe.
Unser Gottesdienst in "neuer Form":
Lob für Gottesdienst in neuer Form
(Eßlinger
Zeitung 6.5.2000)
In der Kirche darf auch einmal gelacht werden
(Esslinger Zeitung 7.4.1999)
Der Internetauftritt des Kirchenbezirks Bernhausen:
Infos und Hilfe online
(Filder-Extra
22.9.99)
Bernhausener Kirche weltweit im Netz
(Esslinger
Zeitung 26.8.99)
Kirchenbezirk im Internet (epd 12.7.1999)
Die Kirche kommt durchs Internet (Filder-Echo
15.7.1999)
Zur politischen Dimension des christlichen Glaubens:
Gottesdienst-Thema: Rechtsextremismus
(Eßlinger Zeitung, 26.8.2000)
Für "gerechten Frieden" auf dem Balkan
(Eßlinger
Zeitung, 12.4.1999)
Zur Person:
Filderporträt: Andreas Roß
(Stuttgarter Wochenblatt, Ausgabe Ostfildern, 2.9.1999)
Gottesdienst-Thema:
Rechtsextremismus (Eßlinger
Zeitung, 26.8.2000)
(eli) Aus aktuellem Anlass findet am Sonntag, 27. August, um 10 Uhr in
der Neuhausener Christuskirche ein Gottesdienst zum Thema
"Rechtsextremismus"
statt.
Dass sich Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund
häufen,
ist für den evangelischen Theologen Andreas Roß Grund, sich
mit dem Thema zu beschäftigen. Nicht nur die Predigt beleuchtet
das
gesellschaftliche Problem aus biblischer Sicht; der Pfarrer will die
Gemeindeglieder
ermutigen, selbst Beiträge zum Gottesdienst beizusteuern.
Im Anschluss gibt es ein Nachgespräch, bei dem die Gemeindeglieder
über das Thema diskutieren können.
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Lob für Gottesdienst in neuer Form
(Eßlinger
Zeitung 6.5.2000)
Neuhausen: Evangelische Kirche zieht nach einem Jahr ein positives
Fazit.
Von Elisbeth Maier
Ein Aids-Seelsorger als Referent und Nachdenken über den
Glauben
im Gottesdienst? Neuhausens evangelische Kirche beschreitet seit einem
Jahr neue Wege. „Seit wir die Quelle-Gottesdienste anbieten, sehen wir
Leute in der Kirche, die ansonsten noch nie da waren", sagt der
Theologe
Andreas Roß, der die neue Form mitentwickelt hat.
Gemeinsam mit einem Team von 35 ehrenamtlichen Mitarbeitern
kümmert
sich der Pfarrer zur Anstellung um die Programmauswahl. Um die
Altersgruppe
zwischen 25 und 50 für den Kirchgang zu begeistern, die sich laut
Roß ansonsten seltener blicken lasse, gehen die Neuhausener
ungewöhnliche
Wege. Auch schwierige aktuelle Themen wie Aids oder die Rolle des
Mannes
packen die Referenten an. Um sie zu vermitteln, sind schon mal Clowns
oder
Puppenspieler mit von der Partie. Eine Umfrage unter
Gemeindemitgliedern
vor einem Jahr hat laut Sabine Freerck, die die Gottesdienste
ehrenamtlich
mitgestaltet, ergeben, dass viele mit den damaligen Formen unzufrieden
waren. Vor allem die „steife Atmosphäre"
in den Gottesdiensten habe vielen nicht gefallen. „Die Ergebnisse der
Umfrage haben wir dann in unser neues Konzept einfließen lassen",
sagt die 33-Jährige gegenüber der Eßlinger Zeitung. Sie
findet es gut, dass sich nun auch Leute ihrer Altersgruppe
häufiger
in der Kirche blicken lassen.
Statt eines Bibeltextes steht laut Pfarrer Andreas Roß ein
Alltagsthema
oder eine Frage über den Glauben im Mittelpunkt der
Quelle-Gottesdienste.
Auch für die Kinder ist gesorgt. Die Kleinsten werden von
Gottesdienst-Mitarbeitern
betreut, und für Schulkinder gibt es ein eigenes Programm. Am Ende
läuft die Versammlung nicht gleich auseinander; bei Häppchen
und einem Getränk entwickelt sich laut Sabine Freerck noch das
eine
oder andere Gespräch. „Diesen Austausch genieße ich", sagt
die
engagierte Christin. Dass sich bei den Gottesdiensten, die in der Regel
alle sechs Wochen am Sonntagnachmittag stattfinden, 80 bis 100
Besucher
blicken lassen, freut Andreas Roß. Das sei ein Besucherschnitt,
wie
er in seiner Gemeinde bislang die Ausnahme gewesen sei. Nach dem
großen
Erfolg des Konzepts überdenkt die evangelische Kirchengemeinde in
Neuhausen laut dem Theologen derzeit auch die Form des „klassischen
Gottesdienstes".
„Beweise mir Gott" heißt das Thema des nächsten
Quelle-Gottesdienstes,
der an diesem Sonntag, 7. Mai, um 17 Uhr im evangelischen
Gemeindezentrum
in Neuhausen (Dietrich-Bonhoeffer-Straße 7) stattfindet. Referent
Rene Frei aus Filderstadt spricht dabei über die Frage, ob es Gott
wirklich gibt. Parallel dazu gibt es eine Krabbel- und Wickelecke
für
die Kleinsten sowie ein spezielles Programm für Kindergarten- und
Schulkinder.
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Infos und Hilfe online
(Filder-Extra 22.9.99)
(Von Peter Walter) Unter der
Internetadresse
"www.EvKiFil.de" sind die Aktivitäten der evangelischen
Kirchengemeinden
auf den Fildern am heimischen Computer abrufbar. Wer Hilfe braucht bei
der Arbeitssuche, bei Krankheit oder Suchtproblemen, kann im Netz
"surfen".
Bekannte Persönlichkeiten, die auf
den Fildern wohnen, haben sich auf den nagelneuen Internetseiten schon
verewigt: Der frühere Rundfunkpfarrer Johannes Kuhn und der
Filmemacher
Ernst Waldemar Bauer machen sich dort Gedanken über die Zukunft
der
Kirche. Vor kurzem war Startschuss für die "Homepage" des
Kirchenbezirks
Bernhausen, die im weltweiten Computernetz unter der Adresse
"www.EvKiFil.de"
zu erreichen ist.
Dekan Hansgeorg Kraft betont: "Wir wollen
etwas für die Menschen tun, vor allem auch für die, welche
nur
auf diese Art mit der Kirche in Kontakt treten wollen. Von Leinfelden
bis
Neuhausen oder Nellingen leben rund 50.000 Evangelische in unserem
Kirchenbezirk.
Das ist ein Riesenpotential." Und Pfarrer Gerrit-Willem Oberman von der
Bernhausener Petrus-Kirche fügt hinzu: "Wichtig ist die
Kommunikationsmöglichkeit
über E-mail. So ist das Internetangebot nicht nur eine einseitige
Sache." Die Besucher der Website können sich nun also per
elektronischer
Post an die Kirche wenden. Das ist Oberman, der schon den
elektronischen
Opferstock im Gottesdienst eingeführt hat, ein angenehmer Gedanke.
Nach Ditzingen ist der hiesige
Kirchenbezirk
der zweite von über 50 innerhalb der württembergischen
Landeskirche,
der eine eigene Internetseite anbietet. Wer sie auf seinem Bildschirm
anklickt,
hat auf einen Blick aktuelle Informationen, Adressen, Ansprechpartner
und
Hilfeangebote. Egal was gebraucht wird, in einer alphabetischen Liste
sind
Begriffe von Altenpflege über Hausaufgabenbetreuung und
Schuldnerberatung
bis zum Stichwort Suchtprobleme aufgeführt.
In einem Fensterchen, das sich auf dem
Bildschirm auftut, heisst es lapidar: "Wir stellen ein" - und laut
Pfarrer
Andreas Roß aus Neuhausen, der die Internetseiten koordiniert,
werden
tatsächlich laufend irgendwo im Bezirk Krankenschwestern,
Altenpfleger
oder Vorpraktikantinnen gesucht. Unter "Job-Kontakt" wird ferner
über
das eigene Angebot hinaus beraten. Roß hat die Seite
übrigens
mit Leonhard Amann zusammen aufgebaut. Amann ist
Geschäftsführer
der Bernhausener Firma "ixea" für Internet- und
Kommunikationsdienstleistungen.
Damit die Bezirksseite nach all den
regionalen
Infos aber trotzdem noch den inhaltlichen Sprung hinaus in die
große
weite Welt schafft, werden Eindrücke über die
Partnergemeinden
vermittelt: Dazu gehört das thüringische Meiningen, Poltawa
in
der Ukraine und die Diözese des tansanischen Bischofs Alpha
Mohamed
im ostafrikanischen Rift Valley.
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Filderporträt: Andreas Roß
(Stuttgarter
Wochenblatt, Ausgabe Ostfildern, 2.9.1999)
Andreas Roß ist ein viel beschäftigter Mann. Der
33-Jährige
hat eine halbe Pfarrerstelle in der evangelischen Kirche von Neuhausen,
er ist Internetbeauftragter des Kirchenbezirks Bernhausen und arbeitet
als Fortbildungs- und Schulungsberater bei verschiedenen Firmen in der
Industrie.
Diese nicht ganz alltägliche Verbindung von Seelsorge,
Technik
und Wirtschaft wird plausibel, wenn man sich den Lebensweg von Andreas
Roß näher betrachtet. Denn den Neuhausener Pfarrer hat stets
der Blick über den Tellerrand hinaus interessiert. „Pfarrer sollen
nicht auf einer Insel der Seligen leben", findet Roß.
Nach seinem Theologiestudium arbeitete Roß erst einmal
als Hilfsarbeiter. Dieses Projekt, das Roß im Rahmen seiner
Pfarrerausbildung
absolvierte, lief unter der Regie der evangelischen Akademie Bad Boll.
Den Kontakt zur Arbeitswelt fand Roß faszinierend. Ein
Jahr lang arbeitete der Theologe in der Personalabteilung von Bosch. Er
erlebte Einstellungen wie Entlassungen und erfuhr dabei, wie komplex
die
Strukturen in den Firmen, wie entscheidend Sachzwänge und
gesetzliche
Vorgaben auch für Arbeitgeber sein können. „Das alte
Schwarz-Weiß-Denken
greift dann nicht mehr." Aber auch anderes lernte Roß: Menschen,
die in der Arbeitswelt als Christen leben, werden einerseits fast als
Exoten
betrachtet, andererseits als verlässlich und integer anerkannt.
Ein weiteres halbes Jahr war Andreas Roß in einem
Nichtsesshaften-Heim
bei Heilbronn beschäftigt. Die Begegnungen mit den Menschen dort
haben
ihn überzeugt: „Ein solches Schicksal kann jedem von uns
zustoßen."
Seit Januar 1998 begleitet Roß eine halbe Stelle als
Pfarrer
im Job-Sharing mit einem zweiten Pfarrer. Eine ungewöhnliche
Sache,
wie Roß bemerkt, denn meist sind es Pfarrerehepaare, die sich
eine
solche Anstellung teilen. So bleibt Pfarrer Roß noch Zeit, seine
Kontakte zur Industrie zu pflegen.
Bei Bosch beispielsweise entwirft Roß Schulungskonzeptionen
für die Leute der Fortbildungsabteilung,
unterrichtet
Kommunikationsstrategien und schult in Kritikübung und allgemeiner
Gesprächsführung. Daneben kümmert sich Roß
ehrenamtlich
um die Einrichtung und Pflege der Internetseite des Kirchenbezirks
Bernhausen.
Wenn ihm Zeit bleibt, frönt er seinem Hobby Geschichte: Er
betreibt
Forschungen über die Ortsgeschichte Aichelbergs, seines ehemaligen
Heimatortes und hat bei der kürzlich erschiene Ortschronik
Aichelberg
mitgearbeitet. Eigentlich wollte Andreas Roß ja Paläontologe
werden: „Das war mein erster Berufswunsch". Doch er wechselte von den
„toten
zu den lebenden Mensch“ und hat es nie bereut. Geblieben ist das
Interesse
für die Wissenschaft: „Ich lasse kein Museum aus.“
„Eine große Schwäche“ hegt Andreas Roß für
Schottland:
Landschaft; Menschen und Kultur faszinieren ihn seit er das Land seit
vielen
Jahren immer wieder bereist.
Der nächste Trip dorthin wird wohl noch ein wenig warten
müssen, denn auf Andreas und Sybille Roß warten nun
schlaflose
Nächte. Am Tag der Sonnenfinsternis am 11. August, wurde ihr
drittes
Kind, Johannes, geboren.
(Barbara Scherer)
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Bernhausener Kirche weltweit im Netz
(Esslinger
Zeitung 26.8.99)
(Von Barbara Scherer) Seit Anfang Juli ist der Evangelische
Kirchenbezirk
Bernhausen mit einer eigenen Adresse im Internet vertreten. Das
intermediale
Angebot, in dem die 18 Kirchengemeinden des Bezirks zu finden sind,
scheint
bei den Gläubigen gut anzukommen: 1600 Zugriffe verzeichnet
Pfarrer
Andreas Roß, seit die Homepage über die Bildschirme
flimmert.
Roß ist Internetbeauftragter des Kirchenbezirks Bernhausen.
"Herzlich willkommen auf der Homepage des Evangelischen Kirchenbezirks
Bernhausen!" - So werden die Surfer unter der Adresse "www.EvKiFil.de"
auf der Homepage des Evangelischen Kirchenbezirks Bernhausen
begrüßt.
Dort präsentiert sich die Kirche als Arbeitgeber, informiert
über
ihre diversen Beratungsstellen, die Kirchenmusik, die Jugendarbeit,
beschreibt
Projekte mit Partnerkirchen im Ausland und manches andere mehr.
Im Bezirk Bernhausen sind 18 Kirchengemeinden in Filderstadt,
Ostfildern,
Neuhausen und Leinfelden-Echterdingen zusammengeschlossen. Einige haben
ihre Seiten schon perfekt gestaltet und präsentieren sich bunt,
witzig
und originell. Andere sind noch beim Aufbau.
Der Kirchenbezirk Bernhausen hat mit der Einrichtung einer
Internetadresse
Neuland betreten. Zwar ist die Landeskirche seit geraumer Zeit im Web
vertreten,
doch örtliche Kirchen haben den Sprung in die moderne Welt der
Kommunikation
bislang kaum gewagt. So leistet sich der Bernhausener Bezirk einen
eigenen,
wenngleich ehrenamtlichen Internetbeauftragten. Der heißt Andreas
Roß, ist Pfarrer in Neuhausen und hat die Arbeit mit Computern,
Daten
und Netzen zu seinem Hobby gemacht. "Das Internet als
Kommunikationsmittel
gewinnt rapide an Bedeutung", erklärt er. Da müsse die Kirche
mitziehen, wenn sie modern sein möchte. Obendrein sei eine
Homepage
eine hervorragende Möglichkeit, die Fülle des Angebots zu
präsentieren.
Roß berichtet von erstaunten Reaktionen von Net-Surfern, die auf
der Kirchen-Homepage landen: "Ich wusste ja gar nicht, dass die Kirche
so viel tut." Viel beachtet werden zum Beispiel die Stellenangebote.
Ganz
selbstverständlich wenden sich mittlerweile Brautpaare zur
Klärung
ihres Brautmottos an ihr Pfarramt. Eltern diskutieren die Wahl des
Taufspruchs
im Internet.
Mit der Internetseite werde auch ein wenig "Mitgliederwerbung"
betrieben,
gesteht Roß. Die Zielgruppe "männlich, zwischen 25 und 45
Jahren,
hoher Bildungsgrad, leitende Position" hätte sich bislang nicht
für
Kirche begeistern können. Mit der modernen Technik würden
diese
Menschen nun angesprochen. Offenbar mit Erfolg: In Neuhausen hat sich
ein
Geschäftsmann bereit erklärt, beim Aufbau und Pflege von
Internetseiten
mitzuarbeiten - ehrenamtlich. Kritik hat es nur vereinzelt gegeben.
Manch
älterer Mensch sage sich: "Das ist nichts für mich." Andere
Stimmen
fragen: "Muss die Kirche wirklich alles mitmachen?" In anderen Bezirken
scheint man den Bernhausener Web-Auftritt mit Interesse zu verfolgen.
Es
gab schon Anfragen nach Unterstützung beim Homepage-Aufbau.
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Kirchenbezirk im Internet (epd
12.7.1999)
Filderstadt (epd). Im Internet stellen sich der Evangelische
Kirchenbezirk
Bernhausen und seine 18 Kirchengemeinden vor. Die Homepage des Bezirks
mit der Anschrift "www.evkifil.de" informiert über die gemeinsamen
Angebote der Kirchengemeinden, wie etwa Beratung in Lebens- und
Erziehungsfragen
durch die Psychologische Beratungsstelle, die Beratung für
Arbeitslose
durch den "Job-Kontakt", und über die Einkaufsmöglichkeiten
in
der "Fildertafel". Die Internet-Surfer können auch erfahren,
daß
1.400 Kinder die evangelischen Kindergärten im Bezirk besuchen, wo
es wann kirchenmusikalische und gottesdienstliche Angebote gibt.
Jugendarbeit
und die Verbindungen zu den Partnergemeinden haben ebenfalls ihren
Platz
auf den Internet-Seiten.
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Die Kirche kommt durchs Internet
(Filder-Echo 15.7.1999)
Evangelischer Kirchenbezirk Bernhausen jetzt elektronisch erreichbar
Filderstadt (red) - Der Evangelische Kirchenbezirk Bernhausen und
seine
Kirchengemeinden sind neuedings unter der Adresse „www.EvKiFil.de" im
Internet
vertreten.
Weil immer mehr Menschen das Internet nutzen, bietet die Evangelische
Kirche auf den Fildern auch auf diesem Weg Informationen und Kontakt
an.
Der Kirchenbezirk Bernhausen ist einer der ersten
württembergischen
Kirchenbezirke im Internet. Die Homepages der Kirchengemeinden
informieren
über die vielfältigen Angebote.
Auf der Homepage des Kirchenbezirks, zu dem die Kirchengemeinden in
Filderstadt, Neuhausen, Ostfildern und Leinfelden-Echterdingen
gehören,
erfährt man, wieviel die Gemeinden gemeinsam anbieten: zum
Beispiel
die Beratung in Lebens- oder Erziehungsfragen durch die Psychologische
Beratungsstelle, die Beratung für Arbeitslose, der "Job-Kontakt",
oder daß in der Fildertafel Menschen mit kleinem Geldbeutel
einkaufen
können.
Der Surfer erfährt auch, dass in die Evangelischen
Kindergärten
der genannten Kommunen rund 1.400 Kinder gehen und die Evangelische
Kirche
auf den Fildern ein beachtlicher Arbeitgeber ist. Auch Stellenangebote
können nachgelesen werden.
Zum Start kann man an einem Internet-Quiz teilnehmen. Außerdem
haben bekannte und weniger bekannte Mitchristen im Evangelischen
Kirchenbezirk
dazu Stellung genommen, wie sie sich die Kirche der Zukunft vorstellen.
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Gemeindemitglieder
beweisen Humor (Esslinger Zeitung 19.5.1999)
Neuhausen: Die Christuskirche scheut keine neuen
Wege
- Erfolg gibt recht
Von Elke Eberle
Ein Clown im Gottesdienst? Außerdem
Händeklatschen
zu fetziger Musik, alterorientierte Kinderbetreuung, ein Referat statt
einer Predigt, Gottesdienst als Impuls und Quelle für die kommende
Woche? Die Form der Quelle-Gottesdienste in der evangelischen
Christuskirche
in Neuhausen ist alles andere als konventionell, auch wenn Elemente der
traditionellen Liturgie mit eingewoben sind. Andreas Roß, Pfarrer
zur Anstellung, betont: „Wir haben den Auftrag, alle Menschen zu
erreichen.
Dazu müssen wir uns die Frage stellen, was müssen wir an uns
verändern, daß wir einladender werden. Ein Ergebnis dieser
Überlegungen
ist das Konzept dieser Quelle-Gottesdienste.“ Etwa alle sechs Wochen
findet
am Sonntagnachmittag um 17 Uhr zusätzlich zum regulären
Sonntagmorgengottesdienst
ein Gottesdienst statt, der vor allem an den Bedürfnissen von
Familien
orientiert ist: Kinderbetreuung in verschiedenen Gruppen, Wickelraum
und
so weiter. Der Zuspruch ist rege, das Konzept wird angenommen.
Christiane
Heix ist mit ihren beiden Kindern da. Sie sagt: „die andere Art und
Weise
der Gestaltung und die Thematik haben mir gut gefallen.“
Auch Birgit Merkle findet diese Art von
Gottesdienst
gut: „Die Stimmung ist viel lockerer, die Lieder sind rhythmischer, man
kann aktiver mitmachen. Es ist toll, daß die Kinder dabei sein
können,
mal lachen oder was sagen dürfen, ohne daß jemand gleich
schief
guckt.“ Ältere Gemeindemitglieder mischen sich eher selten unter
die
25- bis 45jährigen. Zum ersten Mal hier ist eine 65jährige
Frau:
„Es ist anfangs ungewohnt, aber es hat mir sehr gut gefallen. Ich werde
wiederkommen.“
Auch mit den Themen der Referate orientiert sich
das
25köpfige Mitarbeiterteam an der Zielgruppe. Über das Thema
„Erst
komm ich - und dann ich“ referierte letzten Sonntag beispielsweise
Steffen
Kaupp, ebenfalls Pfarrer zur Anstellung, aus Stuttgart.
Daß es nicht immer schön ist, im
Mittelpunkt
zu stehen, verdeutlichte der Clown (Hella Kaupp) pantomimisch an einer
Gottesdienstbesucherin: Er wusch ihr die Haare und klammerte sie zum
Trocknen
an die Wäscheleine. „Alle Sinne sollen angesprochen werden - und
der
Clown soll zeigen, daß Christsein auch etwas mit Humor zu tun
hat“,
ergänzt Pfarrer Roß.
Der Termin für den nächsten
Quelle-Gottesdienst
steht schon fest: Sonntag, 4. Juli, 17 Uhr. Zum Thema „Sorgen? Teurer
Luxus!“
referiert Rene Frei aus Filderstadt im evangelischen Gemeindehaus,
Dietrich-Bonhoeffer-Str.
7.
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Für "gerechten Frieden" auf dem Balkan
(Eßlinger
Zeitung, 12.4.1999)
Neuhauser Christen gestalten einen ökumenischen Bittgottesdienst -
Innere Spannung ist kaum auszuhalten
Neuhausen (uli) - Freitag, 19.30 Uhr: Die Glocken der evangelischen
Christuskirche in Neuhausen läuten zum Gottesdienst. Christen
beider
Konfessionen kommen zusammen, um für den Frieden auf dem Balkan
und
die Menschen, die dort vertrieben werden, zu beten. Sie kommen, weil
sie
sich hilflos fühlen, aber auch mitschuldig, zerrissen. Im Zweifel
über den richtigen Weg, im Kosovo zu einem Firieden zu kommen,
oder
"weil wir die Bilder von Krieg und Flüchtlingselend einfach nicht
mehr aushalten", wie Pfarrer Andreas Roß emfpfindet.
Spontan hat sich in der vergangenen Woche eine Gruppe von evanglischen
und katholischen Neuhauser Christen zusammengefunden, um diesen
Bittgottesdienst
vorzubereiten. Es gehe ihr nicht nur darum, für den Frieden zu
beten,
"sondern auch ein Signal zu setzten, sich als Christen deutlicher gegen
den Krieg auszusprechen", meint Regine Beck-Merling. Im Sinn hat sie
keine
"billige Lösung": "Wir müssen auch an die Menschenrechtsfrage
denken." Es gelte jedoch, "den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen".
Eine
"fast nicht auszuhaltende Spannung" empfindet auch Roß. "Wir
können
fast nicht mehr nein sagen zu den Nato-Bomben, weil das, was im Kosovo
läuft, so schrecklich ist." Und doch sind sich alle, die diesen
Gottesdienst
gestalten, einig mit Siegfried Müller, der bekennt: "Ich will
nicht,
dass der militärische Einsatz fortgesetzt wird."
Ihre Gedanken zum Geschehen auf dem Balkan, aber auch die eigene Rolle
dabei, haben die Christen sehr persönlich formuliert. Sie fordern
auf "Laßt uns darüber nachdenken". Das "radikal
veränderte
Denken", das sich von der Nachkriegszeit mit der Forderung "nie wieder
Krieg" bis zum heutigen "Militäreinsatz als Fortsetzung der
Politik"
schrittweise in unsere Köpfe geschlichen hat, thematisiert
Klaus-Dieter
Sanne und fragt: "Wo sind wir Christen aufgestanden und haben den Mund
aufgemacht?" Den Frieden "herbeizubomben", ist für Müller der
falsche Weg. Er fordert ein "Umdenken, die Suche nach dem gerechten
Frieden,
der diesen Namen auch verdient." "Wie kann ich zu diesem Frieden
beitragen?",
fragt sich Bärbel Gorbach, aber auch: "Wie können wir
Christen
zulassen, was in unseren Nachbarstaaten geschieht?"
Fast beschwörend wiederholen die Gläubigen zu Flöten
und Gitarre das Lied "Herr, gib uns deinen Frieden", das nach einer
zweiminütigen
Pause des Nachdenkens jeweils den Gedanken der einzelnen folgt. Sie
bitten
für die Flüchtlinge und die, "auf die die Bomben fallen",
dafür,
"daß die Spirale des Hasses durchbrochen wird, für die
Verantwortlichen,
und sie vertrauen auf die Kraft der weltumspannenden Gebete", wie
Gorbach
sagt. Aber sie sind auch bereit, konkret zu helfen. Die Kollekte, die
der
Katastrophenhilfe direkt vor Ort zugute kommt, beträgt an diesem
Abend
850 Mark.
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In der Kirche darf auch einmal gelacht
werden
(Esslinger Zeitung 7.4.1999)
Neuhausen: Evangelische Kirchengemeinde befragte Mitglieder - Neuer
Gottesdienst
„Quelle“ mit modernen Rhythmen - Von Karin Ait Atmane
Neuhausen - Wieso besuchen eigentlich nicht mehr Leute den
Gottesdienst?
Diese Frage stellte Andreas Roß, evangelischer Pfarrer in
Neuhausen,
nicht nur sich, sondern auch seinen Gemeindemitgliedern. Als
wichtigstes
Ergebnis der großen Fragebogenaktion startet nach
Ostern
eine neue Gottesdienstreihe im Sechs-Wochen-Rhythmus, die in Form und
Inhalt
neue Wege geht.
Im einstmals katholischen Neuhausen. leben heute immerhin 3200
evangelische
Christen. Den Zugezogenen fehle aber meistens die innere Bindung an
ihre
Gemeinde, weiß Roß. Er verschickte insgesamt 2450
Fragebögen,
um herauszufinden, warum nur so wenig Leute - an einem normalen Sonntag
durchschnittlich 60 - in die evangelische Kirche gehen.
„Da haben sie uns genau Bescheid gesagt“, zieht er Bilanz. Zwar war
der Rücklauf mit 155 Fragebögen nicht gerade üppig.
Für
den Pfarrer und die Projektgruppe „Neue Gottesdienste“ war das trotzdem
eine gute Arbeitsbasis, denn sie erreichten die gewünschte
Zielgruppe.
Mehr als die Hälfte der beantworteten Bögen kam von Menschen,
für die der Glaube eine große Rolle spielt, die aber selten
oder gar nie in die Kirche gehen.
Die wichtigste Erkenntnis für den Pfarrer und sein Team: Der
Gottesdienst
muß sich dem Freizeitverhalten anpassen - und sonntags schlafen
nun
mal die meisten gerne aus. Er wird außerdem daran gemessen, wie
familienfreundlich
er ist, stellt Roß fest. Die Atmosphäre („Zu
steif
und gezwungen“) schreckte ebenso viele der Befragten ab wie die
„langweilige
Predigt«. All diese Kritikpunkte kreuzte besonders die
Altersgruppe
bis 40 an, während die Älteren sich mit dem traditionellen
Gottesdienst
wesentlich leichter tun. Je jünger die Absender waren, desto
weniger
konnten sie auch mit dem traditionellen Liedgut etwas anfangen und
wünschten
sich mehr Gospel.
Als Konsequenz haben die Neuhausener nun den neuen Gottesdienst
„Quelle“
konzipiert, dessen Vorbereitung in den Händen eines
2oköpfigen
Teams aus der Gemeinde liegt: Den Auftakt macht am 11. April um 17 Uhr
das Thema „Lebensenergie - woher nehmen?“ im evangelischen
Gemeindezentrum.
Bei allen Quelle-Terminen spricht nicht der Pfarrer selbst, sondern ein
eingeladener Referent zu alltagsnahen Themen. Für kleine Kinder
gibt's,
eine Krabbelecke im Raum, für größere Programm im
Nebenzimmer.
Es darf lebhaft zugehen, gelacht und geklatscht werden. „Daß es
auch
mal was zu lachen gibt“, das hatte sich übrigens ein
Großteil
den Befragen für ihren Wunschgottesdienst vorgestellt: „Das Thema
Humor haben wir wohl bisher unterschätzt in der Kirche“, gibt
Roß
zu.
Wer nun Sorge hat, die Gemeinde der Christuskirche kehre sich von den
klassischen Gottesdiensten ab, liegt falsch: Roß will lediglich
seit
Angebot differenzieren.
Allerdings denkt der Gemeindebildungsausschuß auch darüber
nach wie der Sonntagmorgen-Gottesdienst einladender gestaltet werden
kann.
Revolutioniert werden soll es aber ganz sicher nicht: „Der läuft
ja
schon seit ein paar Jahrhunderten ziemlich gut“, schmunzelte der
Pfarrer
im Gespräch mit der Eßlinger Zeitung...
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